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  OWL Forum Gesundheitswirtschaft
 
8. OWL Forum Gesundheitswirtschaft 2007

Gesundheit - Wirtschaft - Wissenschaft

"Die Gesundheitswirtschaft ist das größte politische Cluster der Landesregierung", so Staatssekretär Prof. Dr. Stefan Winter beim achten OWL Forum Gesudheitswirtschaft in Bielefeld. Das Cluster „Gesundheitswirtschaft und anwendungsorientierte Medizintechnologie" sei einer von fünf Schwerpunkten einer systematischen Strategie zur Förderung der Gesundheitswirtschaft in NRW. Ein weiterer Schwerpunkt sei der Wettbewerb „Med.in NRW Innovative Gesundheitswirtschaft". Unternehmen, Einrichtungen des Gesundheitswesens und Universitäten, Forschungseinrichtungen sowie Vereine und Verbände können sich mit ihren Projekten bewerben. Für die Förderung stellen das Land und die EU bis zu 70 Millionen Euro bereit. Um die Förderung der Gesundheitswirtschaft regional zu verankern, erarbeite das Gesundheitsministerium gemeinsam mit den Regionen Ostwestfalen-Lippe, Münsterland, Köln/Bonn und Aachen regionale Entwicklungskonzepte, sagte Winter weiter. Er betonte, dass diese Entwicklungsarbeit auf regionaler Ebene die Basis des gesamten Förderkonzepts bilde. Geplant ist auch der Aufbau einer Telematik-Infrastruktur für Nordrhein-Westfalen. Ab 2015 solle jeder Bürger elektronische Patientenakten auf der Basis einer „europaweit einzigartigen Sicherheitstechnologie" nutzen können. Mit der Einrichtung eines Kompetenzzentrums wolle die Landesregierung, so Winter, das gesundheitswirtschaftliche Wissen und Können in einer landesweiten Einrichtung zusammenführen, die in Kooperation mit bedeutenden internationalen Instituten Impulse für die Weiterentwicklung des Gesundheitswesens in NRW geben soll.

8. OWL Forum Gesundheitswirtschaft am 29.11.2007 v. l. n. r.: Prof. Dr. med. Diethelm Tschöpe, Herz- und Diabeteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, Brigitte Meier, Geschäftsführerin ZIG/WEGE mbH, Staatssekretär Prof. Dr. Stefan Winter, Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW, Prof. Dr. Martin Egelhaaf, Universität Bielefeld Karsten Gebhardt, Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW und Evangelisches Johanneswerk e. V., Bielefeld

Wie kommen die Innovationen aus Wissenschaft und Forschung zum Patienten?

Diese Frage diskutierten diskutierten Experten aus Wissenschaft, Politik und Kliniken in einer anschließenden Gesprächsrunde. Dass in Ostwestfalen-Lippe keine medizinische Fakultät beheimatet ist, sahen sowohl Prof. Dr.med. Diethelm Tschöpe, Direktor des Diabeteszentrum, Herz- und Diabteszentrum NRW, Bad Oeynhausen, als auch Karsten Gebhardt, Präsident der Krankenhausgesellschaft NRW und stellv. Vorstandsvorsitzendes des Ev. Johanneswerks, Bielefeld, übereinstimmend nicht als Nachteil. Tschöpe betonte, das Herz- und Diabeteszentrum mit seiner innovationszugewandten Struktur arbeite mit zahlreichen Universitätskliniken und medizinischen Fakultäten wie Bochum, Münster, Hannover zusammen und habe zum Nutzen der Patienten ein akademisches Netzwerk aufgebaut. „Wir können so immer wieder mit neuen Bündnispartnern zusammenarbeiten", sagte auch Karsten Gebhardt. Seiner Ansicht nach wäre eine Fakultät für Gesundheitswissenschaften wie die Bielefelder mit ihrem fachübergreifenden Ansatz bei Anbindung eine medizinische Fakultät kaum möglich gewesen. Die Universitäten seien sich, so Prof. Dr. Martin Egelhaaf, Prorektor für Forschung und wissenschaftlichen Nachwuchs der Universität Bielefeld, der Bedeutung des Innovationstransfers bewusst. So werden an der Universität Bielefeld konkrete Schritte unternommen, den Transferbereich neu aufzustellen.

Innovationstransfer sei aber auch eine Holschuld der Unternehmer, sagte Mathias Redders, Ministerialrat im Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales NRW und verwies auf die 70 Millionen Euro, die das Land für innovative Projekte bereitstelle, die gemeinsam mit kleinen und mittleren Unternehmen und mit Einrichtungen des Gesundheitswesen entwickelt werden. „Als Mutter der Gesundheitswirtschaft" sehe er die Region Ostwestfalen-Lippe gut gerüstet für künftige Projekte und Herausforderungen.

Das OWL Forum Gesundheitswirtschaft

Einmal im Jahr treffen sich Entscheider und Fachleute aus den Kliniken, Einrichtungen und Unternehmen der Gesundheitswirtschaft in OWL, um sich über ein aktuelles Schwerpunktthema zu informieren und sich über neue Entwicklungen der Gesundheitswirtschaft auszutauschen. Die Teilnehmer profitieren vom fachlichen Niveau der Foren und nutzen die Gelegenheit zum Kontakt mit Experten. Das Programm regt dazu an, Ideen auszutauschen, Gespräche über „gute Praxis“ zu führen sowie Impulse zur Entwicklung von Produkten und Dienstleistungen „rund um die Gesundheit“ einzubringen.

© 2001-2008, Zentrum für Innovation in der Gesundheitswirtschaft OWL





 
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